25 Apr

Land’s End und St. Michael’s Mount in Cornwall

Von Exeter sind es zwei Stunden bis nach Land’s End bei Penzance an der östlichen Stelle Englands. Über schmale Straßen wie Panzergräben mit Büschen gesäumt (natürlich kommen Busse entgegen!) kommt man bis ans nunja….Ende der Welt

Von Land’s End ging wa nach St. Michael’s Mount, wo wir dieses Mal (fast) Glück hatten. Es gab keinen Regen, sodass man die Insel gut sehen konnte. Allerdings war noch zu viel Wasser da, um den Steg hinüber zu gehen. Immer wenn Ebbe ist sind die Inseln verbunden, ansonsten muss man Boot fahren.

31 Aug

Königssee

Letzter richtig schöner Sommertag in Deutschland und Brum und ich haben beschlossen, man muss das ausnutzen. Nachdem es vom Königssee immer wahnsinnig hübsche Bilderbuch Werbefotos gibt, wollte ich da auch unbedingt einmal hin.

Zwei Stunden Fahrt ab München mit dem Auto (weil man ja nicht die österreichische Autobahn nutzen kann, denn selbst drei Kilometer Salzburger Umgehung brauchen eine Vignette) später begann der Kampf um Parkplatz (wir haben den schattigen Schotterparkplatz gewählt) mit dem Parkautomaten (2€ Stücke nimmt er ned – Kartenzahlung nicht möglich) und um Bootstickets.
Offensichtlich macht die Region richtig gut Werbung. Einen solche Preussenauflauf sieht man nicht mal in der Münchner Innenstadt. Und alle wollen sie Schifferlfahren. Wandern eher nicht. Wanderschuhe wie wir sie hatten, waren eine Seltenheit. Sportschule kaum häufiger anzutreffen. Es gab da die Omatreter, die Sandalen und mhja sonst eher nicht viel.
Geplant hatten wir von St. Bartholomä über die Berge zurück nach Schönau zu wandern, wo auch die Boote ablegen. Schon der freundliche Hinweis des älteren Ehepaars hinter uns, es gebe keinen Weg von St. Bartholomä nach Schönau („Doch, oben rum“) ließ deutlich darauf schließen, warum so lange Schlangen an den Ticketschaltern waren. Nicht mal die Preise für eine einfache Fahrt waren ausgeschrieben. Nur für Rundtouren.

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Nach einer Stunde Geduldsprobe, konnten wir tatsächlich Tickets nur nach Bartholomä und nicht auch gleich zurück kaufen, nur um herauszufinden, dass unser Schiff in weiteren 45min erst ablegen würde. Toll.

Wir machten das Beste draus und liefen vor zur Tankstelle und kauften uns große Flaschen Eistee zusätzlich zum Wasser, das wir schon hatten. Warm war es heute nämlich definitiv ordentlich und wir wussten, dass wir Dank der ewigen am-See-entlang-schubs-Touristen erst direkt in der Mittagshitze losgehen würden.

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Die Bootsfahrt war immerhin schön. Und ab Bartholomä ging es dann auch endlich los und schwupps waren mehr als 90% der Preußen auch verschwunden. (Also 90% aller Leute quasi)

Der Aufstieg auf die Kührointalm war ein schwarzer Wanderweg mit 3,5 Stunden Zeitangsbe. Lang ging es vor allem in Serpentinen den Berg rauf. Entgegen kamen uns nicht viele. Nur ein paar und die sahen erstaunlich entspannt aus. Wir hofften dadurch, dass es also gar nicht so schwierig werden dürfte. Wurde es aber dann durchaus. Die Stahlseile an den Wänden Taten ihren Dienst. Die in den Fels gehauenen Eisentritte ebenso.
Der Mann mit Höhenangst tat mir leid. Aber so richtig leid erst, als wir den Weg fanden, über den er mit seiner Frau offensichtlich aufgestiegen war. Das war ein anderthalb Meter breiter gekiester Weg.
Die beiden würden noch ihren Spaß beim Abstieg haben.

Das fanden wir jedoch erst heraus, nachdem wir den wundervollen Ausblick von der Achenkanzel genossen hatten:

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Danach ging es zur Alm, wo wir uns auf der Sennerei frische Milch und eine Brotzeit genehmigten. Und nach so einem Aufstieg, der seine schwarze Färbung allen ernstes verdient hat, gab’s auch gar nichts besseres. (Vielleicht haben wir es auch etwas übertrieben, nachdem wir für den Aufstieg nur 2,5 Stunden gebraucht haben.)

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Jedenfalls danach der Abstieg war reine Kniefolter. Kaum Serpentinen, kein Waldboden. Komplett stangengrader Kiesweg bis runter nach Schönau.
Noch kurz in den See rein zur Abfrischung und dann heimwärts, eine Stunde Stau am, Irschenberg (wer hätte was anderes erwartet) und komplett fertig um zehn dann endlich in München angekommen.

Katze