11 Nov

Little India

Nach Chinatown sind wir heute noch nach Little India gefahren und haben dadurch auch tatsächlich noch geschafft, die Michaela zu treffen. Die Ubahn war voll von indischen Männern (und ein paar Frauen), denn es war auch Deepavali Feiertag. Wie wir dann herausgefunden haben, waren aber die Feuerwerke und Feiereien gestern Abend schon.
Im Gegensatz zu den anderen Stadtvierteln ist Little India erfrischend chaotisch, wahnsinnig viele Menschen waren unterwegs, aber auf den Märkten waren wegen des Feiertags leider fast alle Läden außer den Essensständen geschlossen. Dafür war Mustafas Warenhaus geöffnet. Ein ehemals kleiner Schuhputzer, der dann so viel Zulauf hatte, dass mittlerweile ein riesiges Kaufhaus dort steht, das sich auch auf die andere Straßenseite ausweitet. Dort gibt es wirklich alles und noch viel mehr, aber natürlich ist der Platz ideal genutzt und die Gänge sind schmal und von bis obenhin voll gestopften Regalen gesäumt.
Gegessen haben wir dann im Markt, der nahe der Ubahn Haltestelle war. Ich muss zugeben, dass das Butter Chicken dort das einzige ist, das mit dem vom Sarovar in München mithalten kann. Und vermutlich auch das einzige Gericht ist, das Deutsche gerade noch so vom Schärfegrad essen können. Genial war auch der Inder, der am selben Tisch saß, sich kategorisch nur mit meinem Freund aber nicht uns beiden Mädels unterhalten wollte und irgendwann gefragt hat, ob wir seine Schwestern seien (Ja!). Wir dachten, der hört nicht mehr auf zu reden. Vor allem wie die mit Reis und Curry verklebten Finger lustig vor unseren Gesichtern gestikuliert hat, war eine Show für sich. (ja es wird bei Indern noch mit den Händen gegessen dort, als Europäer bekommt man aber Besteck).
Am Nachmittag waren wir noch an der Orchard Road eine der großen Malls besuchen, im Starbucks dort hab ich meinen Eltern noch schnell eine Postkarte geschrieben (kam eine Woche später schon an) und sind von dort aus unser Gepäck an der TUM Create holen gefahren. In der dortigen „Mensa“ haben wir noch was gegessen und man wird wirklich neidisch, weil es günstig ist und so wie auf jedem Foodcourt mehrere Lokale mit gemeinsam genutzter Sitzfläche gibt. Einfach nur toll.
Zum Flughafen haben wir uns noch ein Taxi gegönnt, das mit 25 Dollar wirklich noch voll im Rahmen lag.

Katze

10 Nov

Singapur Chinatown und Lightshows

Nachdem wir vor zwei Jahren schon die Ecke um Marina Bay gesehen haben, war unser erstes Ziel Chinatown. Gigantischerweise hat es natürlich kaum dass wir aus der Ubahn gestiegen sind geschüttet. Um ein bisschen abzuwarten, wie das Wetter sich entwickeln würde, haben wir im ersten Foodcourt gefrühstückt. Typisch Chinatown war das einzige, was wir als Frühstück akzeptieren wollten: Waffeln und Saft. Der sogenannte ABC (Apple, Beetroot, Carrot) Saft könnte lecker sein, wenn bisschen mehr Apfel und bisschen weniger Rote Beete drin wäre.

Nachdem es immer noch geregnet hat, sind wir nur überdachte Fußwege gegangen und durch eine Markthalle gelaufen, die dann direkt am Buddha Tooth Relic Temple ihr Ende gefunden hat. Der Tempel hat mehrere Stockwerke und jede Stunde findet eine Anbetung statt. Man kann jedes Stockwerk betreten, im zweiten ist die Geschichte Buddhas in einem Museum mit vielen Ausstellungsstücken illustriert und im zweitobersten Stockwerk ist theoretisch der Zahn Buddhas zu sehen. Ob es wirklich ein Zahn von Buddha ist, darüber ist sich die Wisseschaft nicht so einig wie die Erbauer des Tempels. Aber im Raum selbst ist fotografieren verboten, näher als fünf Meter kommt man nicht an die gewaltige goldene Monstranz hin, in der der Zahn liegt. Aber dafür ist der Zahn auf den ganzen Bildschirmen zu sehen, die im Raum verteilt stehen.
Das Dachgeschoss hat noch einen schönen angeleten Garten und eine riesige Gebetsmühle und ist dahingehend durchaus auch sehenswert, aber kaum Touristen kommen bis hier nach oben.

Einen Blick wert ist auch die Singapur Art Gallery. Der Eintritt ist frei und man sieht ein großen Modell der Stadt mit allen bisher gebauten aber auch allen noch geplanten Wolkenkratzer, Siedlungen sowie die Landgewinnungsmaßnahmen. Ein paar Schulklassen sind hier unterwegs, weil auch Vieles zur Organisationsstruktur der Stadt, zu den Schwierigkeiten beim Bau und den vielen Ebenen unter der Erdoberfläche erklärt wird.

Der Maxwell Foodcourt direkt nebenan soll unter anderem das beste chinesische Essen der Stadt haben. Alles, was wir probiert haben, konnte das nur bestätigen. Insbesondere die Dumplings waren mehr als genial!

Am Hindutempel Sri Mariamman, den man nur barfuß betreten und keine Fotos machen darf vorbei (es war vieles abgesperrt aufgrund des Deepavali) sind wir Richtung Clarke Quay gelaufen. Dort ist auch ein Vergnügungsviertel mit vielen Malls, Bars, Restaurants mit Blick auf den Kanal. Durch einen der Parks wollten wir zur Orchard Road. Allerdings ist das nur eine mäßig gute Idee, denn in den Parks hat es im Gegensatz zu allen anderen Ecken der Stadt mehr Mücken als sonst irgendwo, weswegen der Spaziergang dann nicht so wirklich entspannt war.

Von dort sind wir zu Raffles Place gefahren und haben uns mit Tam am Festival Foodcourt zum Abendessen getroffen. Im Gegensatz zu den meisten Foodcouts, die etwas grattlig aussehen, ist dieser eher im Stil englischer Märkte gehalten, da er auch ein Überbleibsel der Kolonialzeit ist und daher macht es auch wirklich Spaß dort zu sitzen und sich von der Überzahl an Angeboten überraschen zu lassen.

Um sieben sind wir dann um die Marina Bay gelaufen, um die Lightshow vor dem Marina Bay Sands ansehen zu können. Es waren wahnsinnig viele Menschen dort, aber die Show war trotzdem schön. Von dort kann man direkt in die Gardens by the Bay gehen und dort die in meinen Augen weitaus bessere Lightshow mit Musikuntermalung ansehen.

Abgeschlossen haben wir den Abend in der Bar Ce la vie auf dem Marina Bay Sands. Mit halbwegs Casual Kleidung (und keine kurzen Hosen als Mann, zumindest je nach Security, die Dienst hat) kommt man in die Bar kostenlos. Die Preise sind dann natürlich dementsprechend, aber das ist die Aussicht auch.

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Chinatown Singapur

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Chinatown Singapur 1.281602, 103.844316

Katze

9 Nov

Flug nach Singapur

Ja man möchte es nicht glauben, aber bei der Ausreise aus Malaysia hatte die gute Dame von Air Asia tatsächlich gefragt, wo wir nach Singapur weiter fliegen wollen und sich sehr gewundert, dass wir über KL zurück nach Deutschland wollen. Einerseits muss Singapur schon selbst zusehen, dass die Leute wieder ausreisen (angeblich kommt man ohne geplante Abreise als Tourist ned wirklich ins Land) und andererseits: ich bin Deutscher? Ich muss nichts zahlen, dafür ein Auto auch nur besitzen zu dürfen. Die Österreicher fackeln ihre Wälder nicht einfach ab (wie die Indonesier, die dadurch die komplette Gegend zusmogen), ich darf Kaugummi essen! und der öffentliche Nahverkehr endet nicht Punkt zwölf, um den Bürgern es schwerer zu machen, abends noch weg zu gehen. Warum zur Hölle sollte ich dort bleiben wollen?

Naja am Ende saßen wir dann im Flieger. Der ist quasi eine Billigairline auf asiatische Normmaße angepasst. Alle durchschnittlich großen Deutschen müssen sich ein bisschen falten, dann passen sie vielleicht auch noch auf die Sitze. Für mich wars ned schlimm. Oh und man kann durchaus Essen selbst mitbringen, entgegen allen Hinweisen auf der Homepage. Haben jedenfalls alle Asiaten um uns herum auch gemacht.

Nach der Landung haben wir das Gepäck geholt und sind zu Tam gefahren, wo wir die zwei Nächste übernachten wollen. Ihre Mitbewohner haben uns dann eröffnet, sie würden für den Abend kochen. Tam hat uns noch ihr Büro in der TUM Create an der NTU gezeigt. Die Aussicht von dort war schon ziemlich cool und wir haben seltsamerweise gesehen, wie ein Hochzeitspaar Fotos auf dem Sportplatz der Uni gemacht hat.

Das Abendessen selbst war einfach nur gigantisch. Es gab Muscheln, Reiskuchen, Scampi, Ente, Salat und alles in großen Mengen.

Zum Abschluss sind wir noch auf die Dachterasse gegangen und haben ganz privat einen supertollen Blick über die Stadt bekommen. Ohne Bars und ohne Touristen.

Katze

8 Nov

Penang nach KLIA2

Morgen geht der Flug nach Singapur und so sind wir heute von Georgetown aufgebrochen. Eigentlich wollten wir noch die Butterfly Farm auf Penang besuchen, die aber leider wegen Neubau komplett geschlossen war. Stattdessen waren wir in einem der kleinen Georgetown White Coffee Läden am Straßenrand, haben dort gefrühstückt und Kaffee gekauft. Wobei man ziemlich vorsichtig sein muss, weil jedes Lächeln eine Ware mehr auf dem Tisch bedeutet, die man doch eigentlich gar nicht kaufen will.

Meinem weitsichtigen Freund hab ich es zu verdanken, dass wir auch direkt noch alle Postkarten eingeworfen haben. Beim Postamt direkt. [Wie sich herausstellen sollte, sind die Karten nach vier bis sechs Wochen etwa angekommen.]

Zurück nach Kuala Lumpur wurde eine recht lange Fahrt, gegen deren Ende der Regen sich in eine gigantische Sturzflut verdichtete und über Kuala Lumpur selbst zusammen brach einträchtig mit dem Verkehr, der einmal mehr dort komplett zum erliegen kam. Wir kamen dadurch nur knapp vor sechs am Tune Hotel bei KLIA2 an, wo wir ein Zimmer gebucht hatten.
Ganz wichtig ist, dort nicht mit dem Auto auf den Parkplatz zu fahren, man muss auch direkt auch wenn man nur ausladen will ein Ticket zahlen. Immerhin hats trotzdem noch geklappt, dass wir auf das Auto bei der Rückgabe nichts zuzahlen mussten, obwohl wir es quasi 14 min zu spät zurück gebracht haben.

Zum Tune Hotel: Es liegt wirklich praktisch, aber die Zimmer sind recht teuer, recht klein und ein Restaurant hat es dann nur im Flughafen drüben.
Katze

7 Nov

Rückfahrt von Langkawi nach Penang

Aufgewacht bin ich heute davon, dass die Affen, die Party Reste der Russen zerlegt haben. Offensichtich waren das nicht nur Bierdosen, sondern auch Glasflaschen, weils einmal wirklich richtig gescheppert hat. Am besten war aber der Blick des russischen Blondinchens, das völlig verwirrt davon schien, dass irgendjemand auf ihrem Balkon gewesen sein musste. (Ach echt, es sind ja nur Warnschilder an jede Verandatüre geklebt, dass man bloß nichts essbares draußen liegen lassen soll, am besten gar nichts). Aber naja, Klischees erfüllt, was will der Mensch mehr.

Da wir den Roller genau 48 Stunden gemietet hatten (weil wir es zu doof fanden für drei Stunden länger einen ganzen Tag zu mieten), wollten wir die Burnt Ricefields ansehen. Das ist allerdings nur ein Hinterhof in dem ein süßes kleines Häuschen steht und davor gibt’s einen Basar durch den man sich durchschlängeln muss. Also nur so mäßig empfehlenswert.

Im Gegensatz dazu ist Maharanis Tomb ein wirklich schönes interaktives Museum. Es wirkt von den Figuren, die dort die königliche Familie darstellen, ein wenig wie Fluch der Karibik. An das Museum angeschlossen ist die Grabstätte von Prinzessin Maharani, sowie ein Brunnen. Mit dessen Wasser soll Maharani die Schönheit bekommen haben, die ihr schlussendlich das Leben gekostet hat. Schön ist aber vor allem, dass es einige kleine Imbissbuden mit traditionellen Speisen, Musikaufführungen und Holzhäuser gibt, die man betreten kann. Also durchaus eine gute Wahl, um ein wenig Einblick in die malaysische Vergangenheit zu bekommen.
Wer malaysisch spricht, kann beim hinausgehen auch noch die Erklärungen zu unserem Sonnensystem lesen, die Bilder dazu sind aber auch so schon toll.

Von dort sind wir an vielen ganz kleinen Dörfchen vorbei zurück nach Kuah gefahren, um den Roller zurück zu geben.

Da wir zwei Stunden bis zur Abfahrt des Schiffes überbrücken mussten, waren wir noch schnell im Duty Free Einkaufszentrum, was ganz gut war, weils extrem angefangen hat zu regnen in dieser Zeit.

Wir hatten auf der Rückfahrt immerhin das Glück, ein neueres Schiff zu bekommen. Zwar durfte man die erste halbe Stunde auch nicht aufs obere Deck, dann auf einmal doch und man konnte auch hinten aufs Außendeck gehen, was so ziemlich der einzige Ort an Board war, wo man nicht gefroren hat, weils keine Klimaanlage dort hatte.
Immerhin war die Überfahrt mehr als amüsant. So ein arabisch wirkender Typ mit Adidas Sneakern, drei Frauen im Schlepptau. Zwei chinesische Freundinnen, eine spanische Familie und ein malysisches Pärchen waren mit uns an Board. Am genialsten davon war aber der Araber. Rote Adidas Sneaker, Borat Frisur und Bart, einen dunkelblauen Umhang mit Kapuze, Diamantene Kopfhörer. Für mich war er ab dem Zeitpunkt magic Gandalf. Und die meisten der anderen Passagiere fanden ihn mindestens so amüsant wie wir 😛
Der Monsun hat dazu geführt, dass die Überfahrt eine Stunde mehr als geplant dauerte und wir recht spät wieder ins Hotel kamen. Wir hatten wieder das selbe Zimmer (der Durchlauferhitzer war nun tatsächlich fachgemäß angeschlossen).

Zum Abendessen sind wir wieder zum Bite’n’Eat nach Little India gegangen, dort die Lena doch noch getroffen und auf dem Weg dorthin die Schweizer aus der Anstellschlange des Cable Car auf Langkawi.

Katze

6 Nov

Inselrundtour Langkawi

So, nachdem es scheinbar unendlich viel zu sehen gibt und das Cable Car (Kareta Kabel! Auf malaysisch klingt es viel cooler!) überall beworben wird, haben wir das als ersten Punkt auf unserer Liste heute geplant.
Zum Cable Car kommt man über das Oriental Village. Es sieht ein bisschen wie eine Ladenstadt aus in einem Stil, der irgendwas zwischen traditionell asiatisch und Outlet Village ist. Naja immerhin hübsch.
Das Cable Car kostet inklusive Sky Dome 35 RM, man kann aber lustige Kombitickets auch kaufen. (Theoretisch gibt es einen Sky Trail, da kann man oben von der Mittelstation den restlichen Weg zur oberen Plattform wandern, der war aber aktuell gesperrt und wenn man ihn gehen will, muss man das Ticket unten kaufen)
Wir haben noch das 6D Cinema mitgenommen. Den Preis ist es nicht wert, waren aber ganz nette zehn Minuten. Und es war immer noch günstiger als die Expresslane, die 50RM zusätzlich gekostet hätte, nur um weniger lange anstehen und eine schicker Gondel bekommen zu können. Wer meint, er brauchts…

In die Gondel darf man dann weder Essen noch Getränke mitnehmen, aber so genau wird es oft nicht kontrolliert. Zuerst kommt man (Obacht: Foto vor Green Screen Nummer 1)in den Sky Dome. Dort „fährt“ man eine Kinoachterbahn auf dem Mars. Mit 360° Leinwand und guter Musik macht das wirklich Spaß! Und die Schlange zur Gondel ist danach kürzer.
Bis zur Mittelstation ist die Gondel dann natürlich auch noch stehen geblieben. Mit den genau zwei Trägern zwischen Tal- und Zwischenstation war das minimal beunruhigend, immerhin waren die Lifte von Doppelmayr und mit schweizerischen Gondeln insgesamt vertrauenswürdig. Wir sind auch wohlbehalten angekommen und juhu schon wieder will jemand von uns ein Foto machen. Die Schweizer vor uns fanden das auch etwas seltsam und wären auch lieber den Sky Trail gelaufen, aber dazu hätte man übten schon ein Ticket kaufen müssen und zudem war der ohnehin geschlossen (angeblich dauert die Wanderung 1,5 Stunden, inwiefern das den Tatsachen entspricht, wissen wir nicht).
Nach dreißig Minuten anstehen auf der Aussichtsplattform konnten wir dann zur Bergstation weiter fahren. Dort haben wir noch die fünf Ringgit für den Sky Wald gezahlt. Das ist eine Hängebrücke über zwei Schluchten, die Aussicht ist genial, der Weg dorthin ein Provisorium ohne Gleichen und deswegen muss man auch unterschreiben, dass man sich des Risikos bewusst ist, dass man da durch Dschungel geht und es aua machen kann, wenn man daneben tritt.

Die Aussicht von der Brücke war super und auch, dass man auf die andere Seite des Berges sehen konnte, war toll. Im Boden gab es auch drei Glasplatten durch die man in die Schlucht unterhalb der Brücke sehen konnte. So ganz getraut haben wir den Platten jedoch nicht. Dadurch war ich sogar recht froh, als wir wieder auf dem Trampelpfad durch den Wald waren. Vermutlich gibt es ab nächstem Jahr ohnehin nur noch eine Seilbahn statt des Waldweges, aber wie man dann die Masse an Leuten auf die Brücke bringen will, ist uns nicht ganz klar, nachdem man auf die große Seilbahn schon zweimal sehr sehr lange warten muss.

Wir sind dann auch noch auf die Aussichtsplattformen gegangen und hatten danach das Glück eine Gondel für uns zu bekommen, weil keine Leute außer uns anstanden.

Unser nächster Zielpunkt war der Temrum Wasserfall an der Nordküste von Langkawi. Am Rollerparkplatz sind schon wieder einige Affen herumgehopst und haben nach Plastiktüten mit Essbarem Ausschau gehalten. Freche Biester! Wir sind dann ein Stückchen gewandert und waren dann direkt beim Wasserfall. Nachdem es wahnsinnig schwül war, bin ich gern ins Wasser gehüpft, obwohl nur Malaysen geplanscht haben und die Mädels davon alle sehr sehr lange Shirts zum Baden anhatten. Sowas hatte ich halt dann leider nicht dabei, aber als wir langsam wieder gehen wollten, sind noch mehr Touris gekommen und die Bikiniquote hat sich deutlich gehoben. Beim Einpacken der Badeklamotten in den Roller hat auch tatsächlich noch ein ganz frecher Affe gemeint mir unter der Nase die (natürlich Plastik!) Tüte mit den nassen Badesachen wegzupfen zu müssen. Ein Stückchen Plastik hat er gekriegt, aber dann hab ich den Kofferraumdeckel vom Roller zu gehabt und damit war aus die Maus mit klauen!

Ein bisschen Strand wollten wir eigentlich auch noch und sind deswegen Richtung Datai Beach gefahren. Gefunden haben wir allerdings nur ganz viele private Gelände und ein großes Golfhotel („Ach deswegene haben wir Helme bekommen, damit wir keinen Golfball an den Kopf kriegen!“) sodass wir schließlich beschlossen haben, uns noch den Durian Wasserfall anzusehen, bevor es dunkel wird.

Auf dem Weg dorthin haben wir für ein halbes Stündchen Pause am Strand gemacht. Dort gab es wie immer am Strand oder bei Wasserfällen auch einen kleinen Essensstand, aber wir waren mit den kalten Getränken mehr als glücklich und das Betonwerk am Horizont hat auch eine wahnsinnig schöne Kulisse geboten. (Okay die Kulisse war schön, aber das Werk war trotzdem imposant wenngleich am Horizont eher schlecht zu erkennen.)

In dem Wasserfall, der wieder mehr nach Freizeitpark ausgebaut war, waren wir allerdings nicht mehr baden. Alle kleinen Verkaufsständchen waren auch schon geschlossen und der Wasserfall war zwar ganz nett, aber weniger spektakulär als der Temrum Wasserfall und hatte auch keine so coolen Rutschen wie die Seven Wells.

Am Strand von Tanjungs Rhu haben wir den Tag dann beim Sonnenuntergang ausklingen lassen. Angeblich ist das auch der schönste Ort der Insel hierzu, trotz Wolken kann man dem auf jeden Fall zustimmen. Kleine Inselchen und dazwischen der Sonnenuntergang haben einfach was 🙂

Im Laman Padi waren wir dann noch Abendessen. Das Laman Padi ist so etwas wie ein lebendes Reisanbau Museum und wir sind in einer Hütte auf Holzpfosten mitten im Reisfeld gesessen. Also auf dem Boden gesessen und das Essen war in einem riesigen Korb. Entgegen unseren Erwartungen war es nicht überteuert, aber die Ente war mehr Knochen als Fleisch (aber vielleicht sollte man sich auch einfach daran gewöhnen, dass man hier allgemein mehr Knochen als Fleisch am Fleisch hat). Jedenfalls war das Ambiente sehr schön, lediglich die Mückenquote war extremst unangenehm.

Katze

5 Nov

Pulau Langkawi

Wow was für ein Tag! Angefangen damit, dass wir unser Boot nicht verschlafen haben (wovor ich tatsächlich Angst hatte!) und sogar von unserem Hausherren mit dem privaten Oldtimer Mercedes zum Hafen gefahren wurden. Natürlich war heute die andere Seite des Swettenham Pier geöffnet (also links am Ticketschalter vorbei und nicht rechts, so ein unscheinbares Wellblechtor). Der Pier dann war nagelneu, aber vorbei gelaufen ist man an alten verrosteten Verschlägen.
In der Wartehalle sind zwar so kleine Ladenflächen bereits ausgeschrieben, aber Kioske oder so etwa gibt es noch nicht.

Naja und dann durften wir boarden. Unsere Tickets wurden mit einem Smartphone eingelesen (das auf einer mehr als wackeligen Scannerersatzbefestigung angebracht war). Dann kriegt man zwei Boarding Karten (Mehrweg) und es geht zur Fähre. Also Boot trifft es eher, auch wenn es nachher Lärm für eine ganze Fähre gemacht hat. Die Boarding Karten werden dort direkt wieder eingesammelt bevor man über eine schmale Planke ins Boot geht. Economy Klasse ist unten (wir wissen nicht, ob es First Class überhaupt gibt, oder das nur irgendwann mal so war, jedenfalls haben wir uns unten hin gesetzt).
Zu meinem großen Leidwesen gab es kein Außendeck, sondern nur die Sitzreihen innen. Dekoriert pragmatisch mit Mülleimern jede zweite Reihe und Kotztüten an den Stangen vorne und hinten. Dass die Tüten an den vorderen beiden Stangen schon alle verbraucht waren, verhieß nichts sonderlich Gutes. (Die Anzahl der Tüten bleib zum Glück auf dieser Fahrt konstant!)

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Sobald das Schiffchen abgelegt hatte, ging es auch richtig flott Richtung Langkawi und die Temperaturen im Deck waren ein neues Rekordminimum.
Zu essen und trinken sollte man sich besser etwas mitnehmen, kaufen kann man nämlich nichts. Eventuell darf man das heiße Wasser aus dem Kessel mitnutzen, bei dem sich die, Crew bedient, aber genau weiß ich es nicht. Zu viel trinken ist ohnehin keine gute Idee, denn die Toiletten sehen ehm ja. Man geht rückwärts wieder raus, zumindest im heutigen Fall.

Nach zweieinhalb angesagten Stunden und einer viertelten Stunde zusätzlich landete das Boot im Hafen von Kuah. Teksi Werbung fand schon instantan im Boot selbst statt. Wir wollten aber nur einen Roller und erst etwas zu essen. Beides gab es am Hafen. Den Roller haben wir neben der Touristen Information gemietet, da gibt es viele Vermieter und in der Touri Info kostenlose Inselkarten!

Im Idealfall tankt man in Kuah noch den Roller (5 Ringgit und er ist voll) und auch den Geldbeutel, auf der Insel gibt es außerhalb von Kuah kaum noch Geldautomaten, die nicht von privaten Anbietern aufgestellt sind und damit deutlich mitkassieren.

Unser Hostel ist in Pantai Cenang und so sind wir einmal komplett um die halbe Insel gefahren. Und sind im einer Touristenhochburg gelandet. Ja die Strände sind schön und dass alles dutyfree ist, ist auch toll. Aber ein Restaurant neben dem nächsten, dazwischen Bars und Souvenirläden lassen den bisherigen Charme von Malaysia etwas hinter der Tourismus Standard Suppe verschwinden.

Am Strand waren wir trotzdem kurz (Nein, kein wassersportangebot heute, danke) und trotz Wolken ist es traumhaft schön. Vielleicht sind die Wolken auch ganz gut, weil die Sonne nicht direkt herunterbrennt 😉

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Um heute noch etwas zu sehen sind wir zu den Seven Wells gefahren. (Parkplatz: Kareta 2RM, Motosikal 1RM).
Direkt neben dem Parkplatz gibt es wieder viele Hütten mit Souvenirs oder Essen. Wir haben uns für süßen Mais (superlecker) und einen Kokosnuss Shake entschieden. Den Shake kann man nur empfehlen, falls einem eine ganze Kokosnuss zu viel des Guten ist. Dummerweise wissen das die Affen hier auch und ein ganz frecher wollte mir meinen Becher unter meiner Nase aus der Hand klauen.
Ich hab fester gehalten. Mein Essen! (Vermutlich klappt der Trick aber gut bei vielen Touris, die den Affen süß finden und dann erstaunt loslassen und noch besser bei kleinen Kindern, die dann so lange weinen, bis sie noch ein Eis bekommen)

Man muss ein gutes Stück (so um die fünfhundert Meter mit über 600 Stufen) hoch, um zu den Seven Wells zu gelangen, auf halber Höhe biegt ein Weg zum Wasserfall ab.
Wenn es nicht gerade seit Wochen nicht mehr geregnet hat, lohnt sich der Weg bis ganz nach oben (dahinter dürfte es sogar noch mit Wanderpfaden im Wald weiter gehen, dazu hätte man aber anständiges Schuhwerk gebraucht).
Es gibt mehrere kleine miteinander verbundenen Becken und das Superdupermegabeste: die sind mit natürlichen (!) Wasserrutschen verbunden. Also es tut bissl am Popo weh, zugegeben. Es tut auch bissl weh, wenn man am Ende blöd ins Becken rutscht. Aber es macht eine Wahnsinnsgaudi!
(Und die zwei Pärchen, die nach uns kamen, waren sicherlich genervt, weil sie keine Badesachen dabei hatten). Oh und die Aussicht ist auch super, aber Wasserrutschen!
Wir sind dann auch noch zum Wasserfall, da waren deutlich mehr Menschen am planschen und es war mehr wie alle anderen Wasserfälle. Halt ein Becken zum planschen, einmal Wasser, das man sich auf den Rücken plätschern lassen kann. Und diebische Affen. Also sehr diebische. Die sind jeder Plastiktüte zu Leibe gerückt und eine ganze Gruppe indischer junger Männer hatte nichts dagegen zu setzen. War schon irgendwie lustig.

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Beim heimfahren (über die Ausläufer von Kuah. Wer kann denn ahnen nochmal 100RM Deposit ans Hostel zahlen zu müssen? Ging der ganze schöne Plan von genug Geld ordentlich daneben) sind wir noch an ein paar kleineren Feuerchen vorbei gekommen. Nein das ist weder ein gemütlicher Grillabend, noch ein netter hinduistischer Brauch. Es ist einfach die lokale Art, den Hausmüll zeitnah zu entsorgen, bevor ihn die Affen über die ganze Insel verteilen.

Und natürlich ist man nach einem halben Tag auf dem Rollen hummerrot. Sonnencreme und Wolken hin oder her.

Katze

4 Nov

Georgetown Stadttour

Obwohl wir jetzt schon ziemlich lange in Georgetown sind, haben wir nie die Stadt an sich angesehen, sondern sind immer nur von Hotel ein Stück geschlendert, bis wir etwas neues oder ein gut aussehendes hawker center gefunden haben.
Nachdem wir heute aber zuerst ohnehin Tickets für die Fähre nach Pulau Langkawi kaufen wollten, sind wir zuerst zum Uhrenturm gegangen, der recht zentral bei der Uferpromenade und dem Fort Cornwallis liegt. Westlich vom Fort sind der Stadtpark (vermutlich heißt „Padang“ genau das, denn der Park in Ipoh hieß genauso) und nochmal westlich an der Straße davon die Town Hall und die City Hall zu sehen. Beides sehr schicke und so wie sie aussehen erst vor kurzem renovierte Gebäude.
Die junge Frau am Ticketschalter konnte zwar nicht sonderlich gut englisch, Seges Name ist auf den Tickets auch falsch abgeschrieben. Aber wir haben Tickets. So wirklich erkennbar war dann erstmal nicht, wo es zum Hafen ging. Aber die Hafenwache (= Polizisten, wie alle anderen) haben uns bestätigt, dass das, Gebäude auf dem groß Swettenham Pier steht das Ferry Terminal sei.

Wir sind dann die Tour weiter durch die Stadt gegangen. Hauptsächlich führt sie durch Little India, wo zum Diwali immer mehr Menschen einkaufen, verkaufen, Waren anpreisen (mit Mikrophon und Lautsprechern!) und es so oder so einfach sehr zu geht. Die Lebuh King entlang bis zur Lebuh Ah Quee gibt es außer Little India wenig zu sehen, dann finden sich einige chinesische Häuser vor allem am Cannon Square (Lebuh Pitt Ecke Lebuh Armenian). Für Gebäude wie das Khoo Kongsi bräuchte man immer Tickets. Wir vermuten, dass die vier Gebäude für die man ein uns das selbe Ticket für 20RM kaufen kann Khoo Kongsi, die Blue Mansion, Cathay Heritage und noch eines sind, das kriegt man aber, sobald man vor einem steht sofort erklärt. Uns war nur das Wetter heute zu schön, um in eine  klimatisierten Haus Altchinesischen Prunk anzuschauen.

Geht man die Lebuh Pitt nach Norden, kommt man noch an einem Tempel, zweier Moscheen und theoretisch einem indischen Tempel vorbei, der jedoch gerade renoviert wird. Auf der gegenüberliegenden Seite sind noch die Tempelanlage Kuan Yin Teng und die chinesische City Hall zu sehen.

Eine richtig gute heiße Schokolade (also eine, die nicht süß ist ohne Ende) gibt’s im B@92, einer kleinen Kneipe in der Lebuh Gereja. Dort gibt’s auch gute Cocktails, den Hund Willy, kleine Schildkröten im Aquarium und ganz viele alte deutsche Blechwerbeschildchen von Persil und Co.

Katze

3 Nov

Around Penang

Der Plan für heute war, einmal um die Insel zu fahren. Unser Weg führte uns zuerst zum Snake Temple kurz vorm Flughafen von Penang. Man muss etwas lebensmüde einen U-turn machen (der sogar erlaubt ist und eine eigene Ampel hat) und steht dann am Parkplatz des Snake Tempels (Parken kostet 2RM). An zehn Imbiss- und Souvenirbuden vorbei kommt man zum Tempel, in dem es wirklich Schlangen gibt. Also so echte. Ohne Scheibe davor oder so. Die winden sich um Bambusspiralen vor dem Altar, sitzen in Ecken (also falls man bei Schlangen „sitzen“ sagen kann) und vermutlich haben wir nicht einmal alle entdeckt. Der erste Teil des Tempels ist jedenfalls eher klein, daneben dann sind giftige Schlangen und große Würgeschlangen, mit denen man sich fotografieren lassen kann zu sehen. Hinter dem ersten Teil folgt ein kleiner Garten mit der

Snake Breeding Zone

: ein abgegrenzten Bereich mit Bäumen und künstlichen Steinhöhlchen und vielen Schlangen die sich um die Äste besagter Bäume winden. Natürlich hält sich der gediegene asiatische Tourist an den Hinweis, die Schlangen weder zu stören noch zu reizen und stochert mit seinem Selfie-Stick sofort ins Geäst, damit die langweiligen Viecher mal was tolleres tun als schlafen.

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Um sein Karma danach wieder zu verbessern, noch schnell ein zwei Kerzen oder Räucherstäbchen gekauft uns geopfert und weiter geht’s.
Immerhin: hier gibt es Postkarten zu kaufen. Gibt es sonst zur aktuellen Jahreszeit nicht. Vermutlich bedeutet Souvenir für Asiaten buntes Plastikglump mitbringen, weil das gibt es sogar vor Tempeln (und natürlich überall sonst auch!) zu auf.

Eigentlich wollten wir auch den Sam Poh Tempel in Batu Maung sehen, der direkt am Meer liegen sollte. Aber Sam Poh mochte uns auch diesmal nicht sehen und so sind wir zwar mehrfach durchs Baustellenchaos gefahren aber nie direkt ins Zentrum von Batu Maung gekommen.
Da die Distanzen gar nicht mal so groß sind, sind wir direkt durch Teluk Kumbar durch gefahren auf der Suche nach einem Strand, wo man Pause machen könnte. Die haben wir dann im abgelegenen Gertuk Sanggul am Strand eingelegt. Sehr zur Unterhaltung der Einheimischen, denn die Alarmanlage wollte keine Pause machen und hat sofort angefangen zu meckern, wenn wir auch nur sieben Meter vom Auto entfernt waren.

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Also weiter, eigentlich wollten wir ja etwas zu essen, haben uns aber dann bei Sungai Pinang dazu verleiten lassen, einen Abstecher mitten in die Pampa zu machen und waren dann auf einem Damm zwischen Plantage und abgesperrtem Gelände am Fluss unterwegs. Obwohl es hier keine Hati-Hati Memandu Schilder gab, haben Kühe auf dem Damm geweidet. Wo die hin gehören, wissen wir nicht. So etwas wie ein Stall war jedenfalls weit und breit nicht zu sehen.

In Titi Kerawang gab’s zwar etwas zu essen, allerdings nur Früchte und wir wollten vor allem den Wasserfall ansehen. Theoretisch kann man auch in einem der natürlichen Pools dort baden, was ein paar junge Malaysen auch getan haben.

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Den letzten Stop des Tages haben wir bei der Teluk Bahang Forest Reserve gemacht. Da gerade Nebensaison ist, wurden die meisten Buden gerade renoviert (oder zumindest wieder bunt angemalt) und es war nicht sehr viel los. Der natürliche Wasserfall wird dort so umgeleitet, dass er durch ein paar Becken fließt, in denen man planschen kann. Viele asiatische Familien mit Kindern waren aus diesem Grund hier.

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Wir sind einen der vier Wanderwege gelaufen, bei dem man noch einen echten Wasserfall und auch sonst mehr von der Natur sieht.

Durch Batu Ferringhi ging es zurück nach Georgetown.

Katze

2 Nov

Georgetown – Einkaufsbummel

Heute Regenprogramm: wir sind in die Mall gegangen. Also in zwei von fünf oder so die es hier gibt. Im Komtor gibt es alles für die muslimische Frau und für Smartphones und auch ein bisschen was zu essen, sehr viele geschlossene Läden und Chaos.
In der Prangin Mall gibt es sehr viel. Bunt laut alles, dafür weniger für muslimische denn für bauchfreie Mädchen. Und ebenfalls Elektronikläden. Und viele Möglichkeiten etwas zu essen.

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Interessant war, dass die Quote an Muslimen (Klischee: wir gehen davon aus, jede Frau, die ein Kopftuch traditionell trägt tut dies aus besagtem religiösen Grund) bzw der an Chinesinnen (= alles, was nicht muslimisch ist) schwappt jeweils von der einen in die andere Mall, weswegen bei den Übergängen beide Parteien zu sehen waren und weiter weg davon kaum noch. (Man könnte bestimmt irgendwie da jetzt lustige Erwartungswerte von Aufenthaltsorten und Religionszugehörigkeitsdichten entwerfen)
Wie dem auch sei: außer uns und drei vier älteren europäischen Rentnerpaaren und einer amerikanischen Familie gab’s in beiden Malls keine weißen. Scheinbar sind entweder die Größen zu frustrierend (absolut! Daheim hab ich S bzw M. Hier XL. Kein Kommentar!) oder nicht vorhanden (was machen die älteren Malaysinnen hier? Die werden auch rund!) oder man kauft als hipster Backpacker lieber die Batik Klamotten die direkt an der Straße verkauft werden. Wie auch immer. Klamotten haben wir tolle gefunden, beide Handys haben einen neuen Screensaver (und die Angestellten in den Handyläden sind verdammt geschickt darin, diese wabbeligen Folien ohne Lufteinschlüsse aufzukleben), wir haben einen dicken externen Handyakku (zu dem wir weil wir uns für die Technik interessiert haben und nicht gut im handeln sind vom Verkäuferehepaar noch einen kleinen dazu geschenkt bekommen haben) und ansatzweise eine Erkältung von den Klimaanlagen.

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Aber immerhin sind wir nicht nass geworden!
Essen waren wir dann noch im Hawker Center irgendwo, wo viele Leute saßen und es also nicht nicht schmecken konnte.

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Katze

2 Nov

Georgetown

Heute Regenprogramm: wir sind in die Mall gegangen. Also in zwei von fünf oder so die es hier gibt. Im Komtor gibt es alles für die muslimische Frau und für Smartphones und auch ein bisschen was zu essen, sehr viele geschlossene Läden und Chaos.
In der Prangin Mall gibt es sehr viel. Bunt laut alles, dafür weniger für muslimische denn für bauchfreie Mädchen. Und ebenfalls Elektronikläden. Und viele Möglichkeiten etwas zu essen.
Interessant war, dass die Quote an Muslimen (Klischee: wir gehen davon aus, jede Frau, die ein Kopftuch traditionell trägt tut dies aus besagtem religiösen Grund) bzw der an Chinesinnen (= alles, was nicht muslimisch ist) schwappt jeweils von der einen in die andere Mall, weswegen bei den Übergängen beide Parteien zu sehen waren und weiter weg davon kaum noch. (Man könnte bestimmt irgendwie da jetzt lustige Erwartungswerte von Aufenthaltsorten und Religionszugehörigkeitsdichten entwerfen)
Wie dem auch sei: außer uns und drei vier älteren europäischen Rentnerpaaren und einer amerikanischen Familie gab’s in beiden Malls keine weißen. Scheinbar sind entweder die Größen zu frustrierend (absolut! Daheim hab ich S bzw M. Hier XL. Kein Kommentar!) oder nicht vorhanden (was machen die älteren Malaysinnen hier? Die werden auch rund!)

Katze

1 Nov

Von Ipoh nach Georgetown

Am Vormittag haben wir uns noch die Altstadt von Ipoh angesehen, wo man noch einige Gebäude im Kolonialstil, eine indisch anmutende Moschee sowie einen ebenso wirkenden Bahnhof beim durch die Straßen schlendern sehen kann. Glücklicherweise haben wir direkt vor einem Schreibwaren laden geparkt, in dem man die Parktickets kaufen kann. Dass die anderen Autos ebensolche auf dem Armaturenbrett liegen hatten, haben wir erst auf dem zweiten Blick erkannt, weil die Zettel ein wenig nach Lottoscheinen aussehen. Die Zahlen für Tag, Monat, Jahr und Uhrzeit muss man nämlich frei rubbeln. Der Parkdauer entsprechend hat der Zettel eine gelbe (½ Stunde), rote (1 Stunde) oder dunkelblaue (ganzer Tag) Farbe. Also komplett simples System, vor allem für Fahrer, die nicht des malaysischen mächtig sind.

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Immerhin war das Städtchen durchaus sehenswert. Am Fluss haben Familien Fische ausgesetzt (vielleicht um ihr Karma zu verbessern, eine sinnvollere Erklärung hatten wir nicht), etwa fünf Meter flussabwärts saßen Fischer nebeneinander. Über optionale Synergieeffekte sollte man an dieser Stelle besser nicht nachdenken.
Im Padang Park wurde gerade ein Cricket Turnier aufgebaut (das Wichtigste dabei waren offensichtlich Pavillons, laute Musik und Energy Drinks), vor der St. Michael’s Institution wurde die erste Schulwoche mit einem Sportfest begrüßt und wir wurden Dank der Nebensaison erst im Bahnhof fündig, was etwas Essbares angeht. Zugfahren dürfte nach allem, was wir mitbekommen haben (dass der Zug ausgerufen wird und es keine elektronischen Anzeigetafeln gibt) in Malaysia definitiv ein Abenteuer für Reisende sein.

Unser Abenteuer ging dann damit weiter, dass wir drei Höhlentempel um Ipoh ge- und zwei davon besucht (weil gefunden) haben.

Die Tempel waren überwältigend schön, im Kek Lok Tong waren große goldfarbige Buddha und Botswana Statuen und hinter der Grotte ein schöner Garten mit Pagoden und Affen und einen Teich mit Karpfen. (Fische und Schildkröten bitte hier nicht aussetzen, sonst droht Übervölkerung!)

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Den Tempel namens Sam Poh Tong haben wir nicht gefunden, auch keine Schilder, die uns den Weg gewiesen hätten (dort gibt es eine Schildkröten Teich, weshalb wir ihn schon gerne gesehen hätten). Perak Tong war ebenfalls sehr hübsch, die Grotte dabei weniger gewaltig, die Wände mit farbigen Bildern geschmückt und man konnte auf die Spitze des Felsen über Treppen steigen und hatte dort im Schatten einiger Pagoden einen wunderschönen Blick auf die Umgebung von Ipoh.

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Unser Plan im Taman Negara Nationalpark wandern zu gehen, war uns bei den häufigen Schauern etwas zu unsicher und so ging es weiter nach Georgetown auf Pulau Penang.

Georgetown ist ein Sammelsurium an Backpackern, Einwanderern, Malaysen, Kolonialzeitüberbleibseln und ganz viel Chaos. Also im Fazit ein wahnsinnig reizbares Fleckchen um etwas Neues kennen zu lernen, selbst wenn das Wetter nicht so mitmachen sollte.
Wir kamen zwar erst abends an, aber das indische Essen war Herausforderung genug. Dazu kamen noch die ganzen Vorbereitungen für das Deepavali Festival, das bei den Hindus in den nächsten Tagen das größte Fest im Jahr darstellt. Die Straßen waren voller kleiner und großer, bunter und noch farbenfroherer und lauter Läden. Leise Läden gab es keine. Sonst waren so ziemlich alle Variationen vorhanden.

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Katze

31 Okt

Cameron Highlands und Ipoh

Nach einem gigantischen Frühstück mit asiatischem, arabischem, britischem und europäischem Buffet (wo es Zeug zum essen gab, das ich mir sicherlich nicht morgens schon antuen würde) ging es raus aus der Stadt. Das Wetter war grau und wolkig, aber irgendwo könnte es ja doch ganz nett sein und wir sind zuerst in Richtung Cameron Highlands gefahren. Auf dem weg dort hin sind wir irgendwo auf der Autobahn zu einem R&R gefahren. Quasi eine Art Rastplatz, wo es einen Food Court mit vielerlei asiatischen Läden (oder auch KFC, BurgerKing, McDonalds und Dunkin Donuts), einigen Obstständen (mit Obst das man als Europäer ned mal kennt), sinnhafterweise dann Toiletten und natürlich einer Moschee zum rechtzeitigen Beten gibt.
Und da standen wir zwei europäischen Menschen nun und haben uns wie der letzte Depp gefühlt, weil alle Speisen leidlich mit ihren malaysischen Namen gelistet waren. Auf den hundert bunten Bildchen hat man zwar bissl was gesehen, aber nicht genau was das jetzt für ein Tier ist, ob es auf dem Land läuft oder schwimmt oder was auch immer.
Also mit Reiseführer bewaffnet konnten wir dann aus „nasi ayam“ die Information herausfinden, dass es Reis und Hähnchen sein dürfte und damit vollkommen unbedenklich (im Gegensatz zu frittieren Hühnerfüßen beispielsweise). Lecker wars dann auch noch zum Glück 😉 Man muss nur aufpassen, weil auch in diesem Land gilt, dass ein Tier wenn man es auf dem Teller hat durchaus noch Knochen haben darf. Manchmal bin ich mir nicht mal sicher, ob es das nicht sogar soll. Gleichermaßen als Beweis, dass es ein ganzes echtes Tier war und keinerlei Ähnlichkeit mit deutschen Problemen wie Analogschinken gibt.
Weiter ging es dann von der Autobahn runter Richtung Cameron Highlands, also erstmal nach Ringlet.
Irgendwas Größeres muss passiert sein, direkt nach der Autobahn Abfahrt gab’s verengte Fahrbahn bei einer kleinen Brücke und mehrere Polizeijeeps, Polizisten, Zivilpolizisten und Forensiker standen nebst besorgt dreinblickenden Nachbarn herum. (Falls sich jemand fragt, woher man weiß, wer da stand: steht hinten auf den Hemden drauf, super praktisch). Gesehen hat man nichts und gaffen ist auch nicht unser Ding, also sind wir vorsichtig vorbei gefahren.
Landschaftlich war die Route nach Ringlet superschön und kühler wurde es auch mit zunehmender Höhe. Trotzdem zieht sich die kurvenreiche Strecke ziemlich. Immerhin wird man völlig unvorbereitet mitten in der Kurve von einem Wasserfall (samt Imbissbuden) überrascht. Lata Iskandar heißt das schöne Eckchen und nachdem Nebensaison ist, waren wirklich nur noch eine Handvoll Menschen außer uns dort.
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Ringlet selbst ist dann weniger schick, mehr zweckmäßig. Auf dem weiteren Weg nach Tanah Rata, das als Zentrum der Highlands gilt, kommt man an einem gewaltigen aber sehr sandfarbig schmutzigen Stausee vorbei, der angeblich wieder ein Stück renaturiert werden soll. Bagger stehen auch schon überall und die Straße ist entsprechend mehr oder minder eine Baustelle.
In Tanah Rata hat es dann geschüttet, hübsche Fachwerkhäuser hin oder her. Wir hatten Mitleid mit den Backpackern die bei diesem Wetter auf den Bus gewartet haben und wollten selbst eher nicht aussteigen. Bei schönem Wetter kann man von Tanah Rata aus mehrere Wanderungen machen, viele davon durch Teeplantagen. Optional kann man in einer der vielen Erdbeerplantagen sich Erdbeeren pflücken. Ob man in den Honig und Bienen Läden was machen darf oder lediglich Honig kaufen, wissen wir nicht, denn alles war geschlossen. Immerhin scheint es vernünftig zu sein, Bienen uns Erdbeeren am selben Fleck zu züchten.

Nach Tanah Rata führt die Straße nach Brinchang, auf dem weg dort hin, kommt man an einigen Lädchen und Cafés des Cameron Valley Tea Estate vorbei. Der Tee dort war super (vor allem mit Cardamom!) und der Schokokuchen sowieso.

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Brinchang verbinden wir wohl jetzt beide mit vielen, ganz vielen Pickups. Die meisten davon mehr Rost als Auto aber immer noch unterwegs. Und mit viel Regen, der nahm im Laufe des Nachmittages unablässig zu.

In Ipoh angelangt waren wir glücklich, irgendwo angekommen zu sein und auf dem weg zum Abendessen hat sich der Regen tatsächlich eine Pause gegönnt.

Katze

30 Okt

Kuala Lumpur

Wie auch immer ich ihn dazu überzeugen konnte, mit dem Auto zum zweiten Mal im Leben nach KL zu fahren, bin ich gefragt worden. Ich hab aber gar nix überzeugt, wir hatten es auf einmal dann doch so geplant. Aber zuerst mussten wir am Flughafen die Autovermietung finden. Gelandet sind wir am klia, die Vermietung ist am klia2. Beim Verlassen der Ankunftshalle schlägt uns schon die schwüle Luft ins Gesicht und herbstlich kann man die Temperatur sicher nicht nennen.
Nachdem klia2 überall ausgeschrieben ist, vor allem neben Taxi und dem klia Express haben wir uns für Bus entschieden. Dürfte das günstigste und vernünftigste sein.
Als wir in der Bushalle ankommen, sind wir nur noch die einzigen, die nicht asiatische Wurzeln aufweisen können.
Am Bussteig steht Plattform 11 würde er fahren. Ein Malayse schubst uns aber zu einem Bus der nur kurz stoppt. Immerhin der richtige. Kosten tut die Fahrt pro Nase genau einen Ringgit. Das Wechselgeld zählt der Fahrer während der Fahrt ab, Zeitersparnis und so.

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Am klia2 haben wir dann auch direkt die Autovermietung gefunden, es hat zwar etwas gedauert aber jetzt haben wir einen Mitsubishi 🙂 und mit Navi kommt man sogar in Kuala Lumpur halbwegs zurecht (die anderen fahren trotzdem nicht weniger chaotisch).
Immerhin am Hotel waren wir recht schnell und abends haben wir uns dann bei Impi etwas zu essen geholt. Angeblich hab ich Ramen bekommen, ich glaub nicht, dass Ramen so scharf sein sollte wie die normale malaysische Küche. Eher milder, japanischer oder so.
Auf meinen Ramen hin sind meine Geschmacksnerven für den Abend dem Feuertod nur kurz entronnen und haben sich verabschiedet.
Auf dem Heimweg sind wir durch Bukit Bintang geschlendert, das touristischer, lauter, bunter und geruchsintensiver kaum sein könnte. Essen, Fußmassagen, Durian, frittierte Hühnerbeine, Eis, Obst und Cocktails gab es an jeder Ecke und dazu mindestens einen übereifrigen Mitarbeiter, der uns genau das verkaufen wollte.

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Essen wollten wir nichts mehr, haben uns aber die Musikschlacht der um Kundschaft konkurrierenden Bars dann bei einem Drink angehört. Lärmschutz scheint es jedenfalls in diesem Viertel nicht zu geben.
Immerhin KL ist und bleibt eine der buntesten und lebendigsten Städte, Wolkenkratzer und Wellblechverschläge gleichermaßen beinhaltend kann es dort nicht langweilig werden.
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Katze

28 Okt

Dubai Zwischenstop

Warum haben wir zwei Doofköpfe eigentlich keinen Stopover geplant? Dubai ist einfach nur wahnsinnig schön und wir haben beschlossen bald unbedingt mal wieder her zu kommen und nicht nur zwischenzulanden.

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Katze

28 Okt

Abflug mit Sirene

Nachdem ich ja ein Wärme liebender Mensch bin und es diesen Herbst nasskaltes Erkältungswetter hat, nichts wie die Flucht gen Süden. Okay. Südosten: Malaysia und Singapur im Speziellen. Idealerweise sind da auch gerade tolle Menschen, die dort ihr Auslandssemester verbringen also ein doppelt so tolles Reiseziel.
Momentan fliegen wir von München nach Dubai. Natürlich ist eine junge Familie mit Baby vor uns und die Eltern haben vor Abflug schon gewarnt, der Kleine könnte ein kleines bisschen laut sein.
Metallica auf voller Lautstärke auf meinen Kopfhörern hat er auch beinahe überschrien. Was solls, hin und wieder war er ja auch leise und nachdem die drei nach Neuseeland wollen, hoffen wir jetzt einfach, dass die nicht über KL fliegen.
Immerhin gibt’s bei Emirates wie immer viel zu viel zu essen. Viel zu viel Platz (A380. Für kleine Menschen völlig sinnlos weil man sich nirgendwo anlehnen kann zum schlafen. Außer natürlich ab seinen Sitznachbarn) und der Sonnenuntergang war traumhaft

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Jetzt einfach nur hoffen, dass es nach der Landung etwas ruhiger wird. Wärmer ist es da auf jeden Fall schon mal 🙂
Katze